Künstler - Bloggt!

25.11.09
Film
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1.11.09
Art

Furnish Me

von Gisela Weimann

“Die Wächter des Hauses / Guards of The House”, Objekt, das ich während des internationalen workshops Furnish Me im Künstlerhaus Casamarles in Llorenç de Penedès / Catalunya realisiert habe. Die eingeladenen Künstler und Designer waren aufgefordert, Fundstücken und alten, ausrangierten Möbeln eine neue, nützliche Funktion im Haus zu geben.

Guards of the House

Object that I realised during the international workshop Furnish Me at the artists‘ house Casamarles in Llorenç de Penedès / Catalunya. The invited artists and designers were asked to transform findings and discarded pieces of furniture into new and useful items for the house (www.casamarles.blogspot.com).

Übersicht_overview Deutsch-English.pdf

24.10.09
Art

Gruppenausstellung zu Tarkowskijs Film ‘Der Spiegel’ im Kunstbahnhof Dresden vom 28.10. bis 27.11.2009

Group exhibition in honour of Tarkowskij’s film ‘The Mirror’ at Kunstbahnhof Dresden

Gespiegelte Spiegel

OBJEKT DER BEGIERDE / Installation

70 Trabant-Rückspiegel im Originalkarton (Modell Luxus rechts)/3 Konkavspiegel

Als Symbol für den erinnernden Rückblick und die Reflexion der Erinnerung verwende ich Trabant-Rückspiegel. Aufgeschraubt auf einen alten Eisenbahnwaggon blicken sie bei “Zurückgespiegelt” (Chemnitz 1993) wie mit hunderten von Augen in die eigene und die deutsche Vergangenheit, sehen bei „Zurücksehen im Vorangehen“ aus den Fenstern des Künstlerbahnhofs Westend auf die Gleise, auf denen Transporte in die Konzentrationslager rollten (Berlin 1994) oder erscheinen dem Betrachter verwinkelt auf gebogenen Gewindestangen schwankend wie ein Blumenfeld als “Garten der Erinnerung” (Zakopane/Berlin 1996-2009). Sie vermögen dem Blick in den Spiegel unerwartete Richtungen zu geben, zeigen dem Auge Ausschnitte, die es sonst nicht wahrnimmt, reflektieren das Licht und die Umgebung und werden, je nach Lichtquelle, zum blinden Spiegel, zu einer imaginären Fläche, die ‘Nichts’ zeigt. Spiegelungen, Licht und Schattenbilder verwandeln sich in poetische Erinnerungsgärten zwischen Wirklichkeit und Traum.

Objekt der Begierde

 OBJECT OF DESIRE / installation 

70 Trabant car rear-view mirrors in their original box (model luxury right) / 3 concave mirrors   

As a symbol for a memorizing look back and the reflection of memories I am using Trabant car rear-view mirrors. Attached to an old rusty goods wagon in “Reflected back” (Chemnitz 1993) they gaze like with hundreds of eyes into my own and the German past. In “Looking backwards while going forwards” -realised in the windows of the Künstlerbahnhof Westend- the mirrors looked out onto the rails that carried transports into the concentration camps (Berlin 1994). Another time they are screwed on iron rods and sway as ”Garden of Memories” like a flowerbed in the wind (Zakopane/Berlin 1996-2009). They allow the gaze into the mirror to take unexpected directions, show the eye details that it normally does not observe, reflect the light and the surroundings and -depending on the light source- transform into the imaginary plane of a lind mirror that shows the void. Reflections, light and shadow images change into memory gardens between reality and dream.

Der Spiegel - Kunstbahnhof Dresden.pdf

1.10.09
Art

RCA Secret

von Gisela Weimann

Seit 10 Jahren beteilige ich mich regelmäßig an RCA Secret, einer jährlich vom Royal College of Art in London in den Gulbenkian Galerien organisierten Ausstellung von Original Postkarten, die von Künstlern gespendet werden. Sie werden auf der Rückseite signiert, und der Autor bleibt bis zum Erwerb einer Karte anonym. Im letzten Jahr wurden 2700 Postkarten ausgestellt und zu Gunsten des RCA Fine Art Student Award Fund verkauft.

Imprisoned  

“Imprisoned”, watercolour and collage

Since 10 years I am regularly participating in RCA Secret, a yearly exhibition event organised by the Royal College of Art in London at the Gulbenkian Galleries. The original postcards are contributed by artists who sign on the back and remain anonymous until the cards are bought. Last year 2700 postcards went on show, and were sold in aid of the RCA’s Fine Art Student Award Fund.

Man in the moon 

“Man in the moon”, watercolour and collage

RCA Secret postcards 2009      RCA Secret postcards 2008           

27.09.09
Art

Drucksache

von Gisela Weimann

„Texte zur deutschen Einheit“ und Collagen 1990 - 2009

Galerie B, Kunstverein Frankfurt-Oder, September 2009 

Die Anfang 1990 entstandenen ‚Texte zur deutschen Einheit‘ sind Übermalungen von Artikeln zur Wiedervereinigung aus der Wochenzeitschrift DIE ZEIT. Dazu habe ich kolorierte Papierhüte aus Ausgaben verschiedener  Zeitungen hergestellt und mit dem Aufdruck „Alles war anders” versehen, um postulierte, individuell ganz anders erlebte Wahrheiten in Frage zu stellen. Während meines Aufenthaltes in Frankfurt/Oder habe ich rund 20 Jahre später im Stadtarchiv recherchiert und Zeitungsausschnitte kopiert und überarbeitet, die im gleichen Zeitraum in der Frankfurter Tageszeitung NEUER TAG erschienen sind und mir einen ganz anderen Blick auf die Probleme der Wendezeit im Osten ermöglicht haben. (Siehe auch >http://www.ffkv/ausstellung.html<)

Die aus Anlass des 60jährigen Jubiläums der Gründung der Bundesrepublik gezeigte (deutsche) “Familie am Fenster” von 2005  ist –wie auch die Texte zur deutschen Einheit– in schwarz-rot-gold gehalten.

Dokumentation der Ausstellung Drucksache 2009.pdf

24.09.09
Art, Music

La Notte Blu

von Gisela Weimann

Ein Projekt für Venedig

San Giorgio seen from Canale Grande

‚Blau’ ist die poetische Sehnsuchtsfarbe der deutschen Romantik, und in der englischen Sprache bezeichnet ‚blue’ im übertragenen Sinn einen melancholischen Gemütszustand.  Eine traumhafte Poesie und stille Melancholie liegen auch über Venedig und seinen versteckten Gassen, verzauberten Palästen und alten Kirchen. Diese unwirkliche, zeitlose Stimmung möchte ich mit „La Notte Blu“ verstärken. Auf dem Turm von San Giorgio (oder alternativ San Polo) stehen Seifenblasenmaschinen und füllen den nächtlichen Himmel weithin sichtbar mit tausenden schillernden, von blauen Scheinwerfen angestrahlten Seifenblasen.  Auf der obersten Plattform sind im Süden, Westen, Osten und Norden des Turmes Sänger mit Megafonen platziert. In die vier Himmelsrichtungen senden sie sakrale Gottesanrufungen des Christentums (Obertongesänge des Boethius), des Islam (Sufi-Gesänge), des Judentums (liturgische sephardische Gesänge) und des Buddhismus (Brahmanen Gesänge). Wie bei einem Kanon setzen die Stimmen einzeln ein, verschmelzen zu einem Lobgesang und lösen sich wieder voneinander.

Idee, audiovisuelles Konzept und Regie: Gisela Weimann,  entwickelt während des Gastaufenthaltes in der Emily Harvey Foundation in Venedig, April-Mai 2009

Musikregie: Annunziata Dellisantii, Centro Veneto per le Donne in Musica

Die Arbeit ist in tiefer Dankbarkeit Emily Harvey und Ulrike Zirkel gewidmet

Veröffentlicht in n.paradoxa 24, 2009 auf den Artist’s Pages 45, 46-48

Abbildungen unter: venedigbericht-2009.pdf

A project for Venice

‚Blue’ is the poetic colour of longing of German romanticism. In the English language ‚blue’ may describe a melancholic state of mind. Dreamlike poetry and still melancholy also overlie Venice and its hidden alleys, bewitched palaces and old churches. It is this unreal and timeless atmosphere that I wish to enhance with „La Notte Blu“. Soap bubble machines are placed on the tower of San Giorgio (or alternatively San Polo) and fill the nightly sky above the island with thousands of shimmering soap bubbles that are illuminated by blue spotlights and visible for miles around. Singers with megaphones stand on the upper platform of the tower facing south, west, north and east. They send out sacral doxologies from Christianity (e. g. overtone songs of Boethius or Medieval hyms to Maria), the Islam (Sufi chants), Judaism (liturgical recitation) and Buddhism (Brahman cantos) to the cardinal points. Like in a canon the voices set in individually, merge into a hymn of praise and detach themselves again from each other.

Idea, audio-visual concept and direction: Gisela Weimann / developed during the residency at the Emily Harvey Foundation in Venice, April-May 2009

Direction of music: Annunziata Dellisantii, Centro Veneto per le Donne in Musica.

 The project is dedicated with deep gratitude to Emily Harvey and to Ulrike Zirkel

Published in n.paradoxa 24, 2009 on the Artist’s Pages 45, 46-48

View images under: venice-report 2009.pdf

2.03.09
General
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Bericht von Kulturzeit über den Oscar Empfang für die deutschen Oscar-Nominierten in der Villa Aurora 2009 (3Sat, 23.02.2009)

2.03.09
General
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Bericht der Tagesthemen über den Oscar Empfang für die deutschen Oscar-Nominierten in der Villa Aurora 2009 (ARD, 22.02.2009)

9.02.09
General

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9.02.09
Art

Ausstellung in zwei Teilen / An exhibtion in two parts

Kunstverein GRAZ, Regensburg

“Fragmente des Anderen” / “Fragments of the Other”
Collagen von Andor Kömives (Cluj/Rumänien) und Gisela Weimann (Berlin) 

Eröffnung: 27.2.2009, 20:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 27.2. bis 20.3.2009

Olé!anderduft, Gisela Weimann 1999 

“Olé!anderduft”, Gisela Weimann 1999

In Berlin, Andor Kömives 2002 

“In Berlin”, Andor Kömives 2002

Download: Eine Bilderreise durch fremde Welten

Download: Fragmente des Anderen / Fragments of the Other

Jazz-Club-Galerie im Leeren Beutel, Regensburg

Gisela Weimann 

„Scherbengerichte“ / „Ostracism“

Aquarelle und bearbeitete Digitaldrucke / Watercolours and manipulated digital prints 

Eröffnung: 27.2.2009, 22:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 27.2. bis 08.05.2009 

Kuratorin beider Ausstellungen und Einführung / Curator of both exhibitions and introduction: Renate Christin

Scherbenbilder 3

Aquarell auf Papier, 366 Einzelarbeiten im Postkartenformat, zusammengefasst zu 52 Wochenrahmen, die flexibel angeordnet werden können. 

Auf Lanzarote fand ich im Dezember 1987 auf allen Wegen bemalte Scherben. Am 1. Januar 1988 begann ich damit, sie täglich auf Postkarten zu malen. Mein zuerst ab und an neugierig –und später beständig– zu Boden gesenkter Blick entdeckte Scherben überall: im Schillerpark in Berlin-Wedding, in Italien (und dort so viele, dass ich zu dem Ausruf ‚Italien, ein Scherbenhaufen!’ veranlasst wurde), in Müllheim, in Bonn, und wo immer sonst ich genau hinsah. Auch meinen Freunden entging es nicht, dass in der ganzen Welt viel Porzellan zerschlagen wird, und sie schickten mir in wattierten Tüten und ausgepolsterten Kartons ihre Fundstücke. Am Ende des Jahres habe ich die aquarellierten Bruchstücke zu einem Lebensmuster zusammen gefügt. Nichts wird je wieder zusammen passen, das Verlangen nach Ganzheit wäre widersinnig.

Scherbenbilder 2

Watercolours on paper, 366 individual works in the size of postcards, pooled in 52 frames that can be arranged differently. 

When I stayed on the island of Lanzarote in December of 1987 I found painted shards on all the footways. On 1 January 1988 I began to paint them every day on postcards. My at first curious –and later continuous– look to the ground discovered shards all over: at the Schillerpark in the district of Berlin-Wedding, in Italy (and there so many that I was prompted to exclaim “Italy, a pile of broken fragments!”), in Müllheim, in Bonn, and wherever else I looked properly. My friends noticed as well that a lot of porcelain is smashed all over the world and they sent me their findings in wadded bags and cushioned boxes.  At the end of the year I arranged the fragments to a ‘design of life’. Nothing will ever match again, the desire for wholeness would be absurd.  

Download: Einladung / Invitation